Therapie

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Covid-19?

Die Behandlung besteht in erster Linie in der Linderung von Symptomen und Behandlung von Komplikationen. Für Personen mit bestätigter Covid-19 Erkrankung, die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben, kann eine antivirale Therapie und/oder Antikörpertherapie sinnvoll sein. Neu gibt es solche Therapien auch für ambulante Patienten, die einer spezifischen Risikogruppen angehören (siehe unten). 
Das wichtigste Mittel, um schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden, bleibt weiterhin die Impfung.

 

Frühtherapie und Präexpositionsprophylaxe für Covid-19 Patientinnen und Patienten

Personen mit stark geschwächtem Immunsystem haben ein deutlich erhöhtes Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken. Ein Teil dieser Personen baut trotz wiederholter Impfung mit einem mRNA-Impfstoff gegen SARS-CoV-2 keinen ausreichenden Immunschutz auf.

In der Schweiz stehen nun zwei neue Substanzen für diese Personengruppe zur Verfügung:

Antikörpertherapie: Tixagevimab/Cilgavimab (Evusheld) als Präexpositions-Prophylaxe (Prävention) von COVID-19

Antivirale Therapie: Nirmatrelvir/Ritonavir (Paxlovid) als Frühtherapie von SARS-CoV-2 Infektionen

 

Wer profitiert von einer Frühtherapie bzw. Präexpositionsprophylaxe? 

Der Zugang zu der Frühtherapie und Prä-expositions-Prophylaxe wird in einer ersten Phase vor der Zulassung auf eine klar definierte Gruppe von immungeschwächten Hochrisikopatienten- und patientinnen mit einer sehr geringen oder fehlenden Immunantwort nach Impfungen eingeschränkt sein, entsprechend der Schweizer Gesellschaft für Infektionskrankheiten:
Kriterienliste SSI D (PDF)

 

Wo werden die Frühtherapie bzw. Präexpositionsprophylaxe angeboten?

Die Frühtherapie mit Paxlovid wird in Basel-Stadt am Universitätsspital und am St. Claraspital angeboten. Die Präexpositions-Prophylaxe mit Tixagevimab/Cilgavimab (Evusheld) auf der MedPol am Universitätsspital Basel.

Paxlovid wird neu ab ca. Mitte Juli 2022 auch durch Ärzte und auf Rezept in definierten Apotheken abgegeben werden können. Der Bund übernimmt die Kosten für ambulante Anwendungen zur Behandlung einer bestätigten Coronavirus Erkrankung unter Einhaltung der Kriterien der SSI, solange diese Arzneimittel nicht von der obligatorischen Krankenversicherung vergütet werden. Die Kontraindikationen der Therapie sind unbedingt zu beachten. Ausführliche Informationen sind zusammengestellt unter:
Koordination der Versorgung mit wichtigen Covid-19-Arzneimitteln (admin.ch)

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