Informationen für Kulturschaffende

Kulturschaffende und Kulturbetriebe sind stark von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen. Schutzmassnahmen sowie die Verschiebung und Absage von Kulturveranstaltungen und Projekten beeinträchtigen das Kulturleben massiv. Zugleich entwickeln Kulturschaffende und Kulturbetriebe Projekte und Konzepte, um sich den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Bund und Kantone haben ein Paket an Abfederungsmassnahmen geschnürt, um Existenzen zu sichern und längerfristige Schäden am Kulturleben zu verhindern.

Welche Unterstützung erhalten Kulturschaffende?

Der Anteil von Kulturschaffenden, die selbständig erwerbend oder freischaffend sind, und dadurch weder von Kurzarbeit erfasst werden können, noch durch eine Arbeitslosenversicherung abgesichert sind, ist in der Kulturbranche hoch.

Selbstständigerwerbende Kulturschaffende, die wegen behördlicher Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, können bei ihrer Ausgleichskasse einen Antrag auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung stellen, sofern für diese Zeit nicht bereits eine andersweitige Entschädigung oder Versicherungsleistung ausgerichtet wird. Ausserdem können Kulturschaffende, die wegen der staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, bei Swissculture sociale Nothilfe zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten erhalten. Dies gilt für Selbständigerwerbende, Freischaffende und Angestellte in Not.

Am 18. Dezember 2020 hat der Bundesrat zudem beschlossen, dass Kulturschaffende wiederum Ausfallentschädigung beantragen können. Entsprechende Gesuche von Kulturschaffenden mit Wohnsitz in Basel-Stadt können ab Januar 2021 bei der Abteilung Kultur eingereicht werden. Detaillierte Informationen dazu folgen so rasch als möglich. 

Mehr Informationen: https://www.kultur.bs.ch/COVID-19/kulturschaffende.html

Was ist zu beachten für Verträge?

Die Kulturunternehmen sind von Bund und Kantonen aufgefordert, die Kulturakteure für vereinbarte Engagements fair zu entschädigen, wenn Auftritte oder Projekte nicht stattfinden können. Kulturunternehmen können die Ausfälle in ihre Anträge integrieren. Sie sind dabei aufgefordert, sich an den empfohlenen Mindesthonoraren von relevanten Branchenverbänden zur orientieren.

Welche Unterstützung erhalten Kulturbetriebe?

Kulturunternehmen können jene Unterstützungsmassnahmen in Anspruch nehmen, die anderen Betrieben auch zur Verfügung stehen ‒ vorausgesetzt natürlich, dass sie die entsprechenden Bedingungen erfüllen. Detaillierte Informationen zu den Regelungen für Unternehmen finden Sie hier.

Ausserdem können sie beim Kanton Ausfallentschädigung für abgesagte oder verschobene Projekte sowie Beiträge für Transformationsprojekte beantragen. Die Abteilung Kultur nimmt Gesuche entgegen.

Welche Vorschriften gelten für Kulturveranstaltungen

Im Umgang mit Veranstaltungen gelten im Kanton Basel-Stadt diese Bestimmungen. 

Was ist bezüglich Schutzkonzepte zu beachten?

Kulturinstitutionen und Kulturveranstalter müssen Schutzkonzepte entwickeln und einhalten. Mehr Informationen sowie Rahmenschutzkonzepte finden Sie hier.

Wo sind weiterführende Informationen zu finden?

Detaillierte Informationen zu den Covid-19-Abfederungsmassnahmen für Kulturschaffende und Kulturbetriebe finden Sie unter: https://www.kultur.bs.ch/covid-19-massnahmen.html

Detaillierte Informationen zu den Unterstützungsmassnahmen im Kulturbereich und den gesetzlichen Grundlagen des Bundes finden Sie beim Bundesamt für Kultur (BAK)

Weitere Informationen zur aktuellen Situation von Kulturschaffenden finden Sie bei Suisse Culture, dem Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden, sowie bei den Branchenverbänden:  Der Verein Musikschaffende Schweiz informiert hier, der Verein der Theaterschaffenden Schweiz hier, Danse Suisse, Berufsverband der Tanzschaffenden Schweiz, hier, der Verband der Autorinnen und Autoren der Schweiz hier und der Berufsverband der bildenden Künstlerinnen und Künstlern hier.

Fünf Pilotversuche für Grossveranstaltungen

Im Hinblick auf die Sommermonate sieht der Bundesrat vor, dass auch Grossveranstaltungen wieder möglich sein sollen, sofern anspruchsvolle Schutzkonzepte erfüllt sind. Um diese zu testen, können die Kantone ab Anfang Juni bis Ende Juni 2021 fünf ausgewählte Pilotveranstaltungen mit maximal 600 Personen in Innenräumen und bis zu 1000 Personen im Freien bewilligen. Diese Pilotveranstaltungen sollen zeigen, ob und wie die Schutzkonzepte für Grossveranstaltungen umgesetzt werden können. Im Zentrum steht die Vorgabe, dass nur geimpfte, negativ getestete und genesene Personen teilnehmen können, um das Übertragungsrisiko zu minimieren.

Veranstalter können sich ab sofort um die Vergabe einer Testveranstaltung bewerben. Falls Sie Interesse haben, füllen Sie bitte dieses Anmeldeformular vollständig aus und senden es bis spätestens am 1. Juni 2021 an kulturgesuche.pd@bs.ch.