Informationen für Kulturschaffende

Kulturschaffende und Kulturbetriebe sind stark von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen. Schutzmassnahmen sowie die Verschiebung und Absage von Kulturveranstaltungen und Projekten beeinträchtigen das Kulturleben massiv. Zugleich entwickeln Kulturschaffende und Kulturbetriebe Projekte und Konzepte, um sich den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Bund und Kantone haben ein Paket an Abfederungsmassnahmen geschnürt, um Existenzen zu sichern und längerfristige Schäden am Kulturleben zu verhindern.

Welche Unterstützung erhalten Kulturschaffende?

Selbstständigerwerbende Kulturschaffende, die wegen behördlicher Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, können bei ihrer Ausgleichskasse einen Antrag auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung stellen. Ausserdem können Kulturschaffende, die wegen der staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, bei Swissculture sociale Nothilfe zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten erhalten. Dies gilt für Selbständigerwerbende, Freischaffende und Angestellte in Not.

Der Bundesrat hat am 17. Dezember 2021 die Covid-19-Kulturverordnung verlängert. Er hat damit die Grundlage geschaffen, dass Kulturschaffende auch im Jahr 2022 Gesuche um Ausfallentschädigung (Coronavirus: Massnahmen zur Unterstützung des Kultursektors werden verlängert) einreichen können.

Mehr Informationen: https://www.kultur.bs.ch/covid-19/unterst-tzungsmassnahmen-kulturschaffende/ausfallentsch-digung-kulturschaffende.html

Welche Unterstützung erhalten Kulturbetriebe?

Kulturunternehmen können jene Unterstützungsmassnahmen in Anspruch nehmen, die anderen Betrieben auch zur Verfügung stehen ‒ vorausgesetzt natürlich, dass sie die entsprechenden Bedingungen erfüllen. Detaillierte Informationen zu den Regelungen für Unternehmen finden Sie hier.

Ausserdem können sie beim Kanton Ausfallentschädigung für abgesagte oder verschobene Projekte sowie Beiträge für Transformationsprojekte beantragen.

Welche Vorschriften gelten für Kulturveranstaltungen?

Im Umgang mit Veranstaltungen gelten im Kanton Basel-Stadt diese Bestimmungen. 

Was ist bezüglich Schutzkonzepte zu beachten?

Kulturinstitutionen und Kulturveranstalter müssen Schutzkonzepte entwickeln und einhalten. Mehr Informationen sowie Rahmenschutzkonzepte finden Sie hier.

Wo sind weiterführende Informationen zu finden?

Detaillierte Informationen zu den Covid-19-Abfederungsmassnahmen für Kulturschaffende und Kulturbetriebe finden Sie unter: https://www.kultur.bs.ch/COVID-19.html

Detaillierte Informationen zu den Unterstützungsmassnahmen im Kulturbereich und den gesetzlichen Grundlagen des Bundes finden Sie beim Bundesamt für Kultur (BAK)

Weitere Informationen zur aktuellen Situation von Kulturschaffenden finden Sie bei Suisse Culture, dem Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden, sowie bei den Branchenverbänden:  Der Verein Musikschaffende Schweiz informiert hier, der Verein der Theaterschaffenden Schweiz hier, Danse Suisse, Berufsverband der Tanzschaffenden Schweiz, hier, der Verband der Autorinnen und Autoren der Schweiz hier und der Berufsverband der bildenden Künstlerinnen und Künstlern hier.

Schutzschirm für Publikums-Grossveranstaltungen ab 5’000 Personen

Seit Juli 2021 können Grossveranstaltungen mit 1'000 bis 5'000 respektive seit 20. August 2021 mit bis maximal 10'000 Personen wieder durchgeführt werden. Diese Veranstaltungen müssen durch das Gesundheitsdepartement bewilligt werden (Informationen dazu finden Sie hier). 

Für Publikumsveranstaltungen ab 5'000 Personen von überkantonaler Bedeutung haben Bund und Kantone (der Kanton BS mit Grossratsbeschluss vom 23.6.21) einen sogenannten «Schutzschirm» eingeführt. Unter den Schutzschirm können Veranstaltungen, welche jetzt geplant und vorbereitet werden und bis zum 30. April 2022 im Kanton Basel-Stadt stattfinden sollen: In einem ersten Schritt beantragen die Organisatoren von Veranstaltungen eine Unterschutzstellung. Wird dieser Antrag gutgeheissen, sichert der Kanton seine Beteiligung an den ungedeckten Kosten zu. Falls aufgrund einer späteren behördlichen Anordnung wegen der Covid-19-Pandemie die Veranstaltung dann doch abgesagt, verschoben oder stark reduziert durchgeführt werden muss, kann in einem zweiten Schritt der entstandene Schaden geltend gemacht werden. 

Weitere Informationen finden Sie hier.